Sportfotografie mal anders

Anouk FleschSport und Action 13 Feb. 20254 Minuten Lesezeit
Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III

Skifahren im Sand zu fotografieren, war ein unkonventionelles Abenteuer für die Fotografin Anouk Flesch. Wie sie die Herausforderung mit der Nikon Z6III gemeistert hat, erfahrt ihr in der neuesten Serie von Nikon, „Sportfotografie ganz anders“

Anouk Flesch verbindet Sportfotografie mit Storytelling und hat mit Kunden wie Forbes und Rouleur eine bemerkenswerte Karriere gemacht. Ihr Portfolio umfasst internationale Radrennen, feministische Reportagen und experimentelle Sportprojekte. Darüber hinaus hat sie viele prestigeträchtige Auszeichnungen erhalten, darunter den Mark Gunter Award und einen Platz in der Liste der „Top 30 unter 30“ der weiblichen Fotografen Anouk kam durch einen Job bei einer Lokalzeitung zur Sportfotografie und konzentrierte sich auf den Radsport – eine Leidenschaft, die in ihrer Familiengeschichte verwurzelt ist. Ihren Erfolg hätte sie nicht erreicht, wenn sie vor kreativen Herausforderungen zurückschrecken würde. Aber Nikons Fotoserie Sportfotografie ganz anders, die vier Fotograf:innen bei der Darstellung von Sportarten in unkonventionellen Umgebungen begleitet, war anders als alles, was sie bisher ausprobiert hatte.

Für ihr Skishooting tauschte die in Luxemburg und Brüssel lebende Fotografin den Schnee gegen den Sand der Grande Dune du Pilat in Frankreich. „Im Gegensatz zu Schnee bietet Sand nicht das gleiche Maß an Geschwindigkeit und die Abfahrten waren relativ kurz. Das macht es schwierig, in Schwung zu bleiben“, erklärt sie. „Außerdem war der Weg zurück auf die Düne für den Skifahrer Maxime Larribère sehr anstrengend, deshalb mussten wir jede Aufnahme sorgfältig planen, um seine Kräfte zu schonen. Es schien mir ein natürlicher Weg zu sein, das Skifahren auf eine visuell beeindruckende und unerwartete Weise neu zu interpretieren. Aber es war schwieriger als ich erwartet hatte. Als alles perfekt passte, waren der schnelle Autofokus und die Serienbildfunktion der Nikon Z6III von unschätzbarem Wert, um diese kurzen Momente einzufangen.“

Headshots | Nikon magazine

Anouk Flesch

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Das steckt in der Kameratasche
Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III

Nikon Z6III + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 200 mm, 1/8000 s, f/2.8, ISO 500, ©Anouk Flesch

Betrachter:innen im Unklaren lassen

Bei der Bildkomposition verlässt sich Anouk normalerweise auf ihren Instinkt. Für diese Kampagne jedoch hat sie ein Moodboard mit Inspirationen vorbereitet. „Ich habe mit Blickwinkeln experimentiert, um den Ort oder das Motiv nicht sofort erkennbar zu machen“, sagt sie. „Ich wollte, dass der Ort der Handlung nicht offensichtlich ist und ein Überraschungselement einbringt. Zudem habe ich Prismen vor den Objektiven verwendet, um den Bildern mehr Tiefe zu verleihen. Ich habe vorwiegend mit Festbrennweiten gearbeitet. So musste ich mich zuerst mit dem Bildausschnitt beschäftigen und konnte mich danach voll auf das Motiv konzentrieren, nachdem die Einstellungen vorgenommen waren.“

Top-Tipp: „Bei einer guten Skiaufnahme kommt es darauf an, die Essenz von Geschwindigkeit, Bewegung und Umgebung einzufangen. Die Geschwindigkeit der Kamera und die Fähigkeit, auf das Geschehen zu reagieren, sind entscheidend, aber Experimentieren ist das A und O. Probiert verschiedene Belichtungszeiten und Bewegungen aus, um zu sehen, was daraus entsteht – und freut euch über glückliche Zufälle!“

Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III

Nikon Z6III + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 90 mm, 1/8000 s, f/2.8, ISO 200, ©Anouk Flesch

Farben können eine Serie verbinden

Bei der Arbeit mit natürlichem Licht verwendete Anouk einen Polfilter. Nicht, um das Licht zu steuern, sondern um den Kontrast und die Farben zu verstärken, die für ihre Komposition entscheidend waren. Dadurch konnte sie auch die Belichtungszeit verlangsamen, ohne die Blende zu sehr schließen zu müssen. „Manchmal habe ich mich auf die warmen, erdigen Töne der Düne konzentriert, während andere Bilder die Blautöne des Himmels und des Meeres betonten“, sagt sie. „Es gibt einen Kontrast zwischen den Farben in der Serie, aber nicht unbedingt in jeder einzelnen Aufnahme.“

Top-Tipp: „Oft entsteht die endgültige Komposition während des Bearbeitungsprozesses, wo ich die Aufnahme so verfeinern kann, dass sie meinen Vorstellungen entspricht. Ich fotografiere immer im RAW-Format, weil es eine viel bessere Qualität bietet und mir mehr Freiheit bei der nachträglichen Bearbeitung der Bilder gibt.“

Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III

Nikon Z6III + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 70 mm, 0,02 s, f/9, ISO 50, ©Anouk Flesch

Kurze Belichtungszeit bei schnellem Sport

Anouk fotografierte im RAW-Format und variierte die Belichtungszeit je nach Szene. Sie setzte mit ihrer 50-mm-Brennweite auf eine möglichst große Blende von f/1.8 oder f/2.8, um mehr Tiefe zu erzeugen.. „Ich habe die schnellstmöglichen Belichtungszeiten verwendet, z. B. 1/8000 Sekunde oder 1/16000 Sekunde, um die Bewegung des Skifahrers und des Sandes mit Präzision einzufangen“, erklärt sie. „Aber ich habe auch mit langsameren Belichtungszeiten experimentiert, bis hinunter zu 1/20 Sekunde, um ein Gefühl von Bewegung und Unschärfe in einigen Aufnahmen zu erzeugen.“

Top-Tipp: „Spielt mit Aufnahmeserien. Das war für mich unverzichtbar, um eine ganze Auswahl an Bildern aufzunehmen. So konnte ich später die Aufnahme herauspicken, bei der das Hauptmotiv, der Sand und die anderen Elemente perfekt im Bildausschnitt platziert waren.“

Findet eine Fokuseinstellung, die für euch funktioniert

Getreu ihrem eigenen Rat, zu experimentieren, probierte Anouk für dieses Projekt verschiedene Fokuseinstellungen aus. „Das Autofokussystem der Z6III ist leistungsfähiger als alles, was ich bisher verwendet habe“, schwärmt sie. „Besonders nützlich war die Gesichtserkennung, um das Gesicht in einem bestimmten Fokusmessfeld zu verfolgen. So konnte ich genau kontrollieren, wo der Fokus lag – vor allem wenn ich Prismen vor dem Objektiv verwendete. Die Motivverfolgung war beeindruckend schnell und zuverlässig, was in der Sportfotografie entscheidend ist. Außerdem sorgt die höhere Auflösung des elektronischen Suchers für eine schärfere und detailliertere Vorschau, sodass wir uns besser auf die Details der Action konzentrieren konnten.“

Top-Tipp: „Probiert verschiedene Modi aus, um den Modus zu finden, der für das Motiv und die Bedingungen am besten geeignet ist.“

Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III
Sporting the Unexpected with the Nikon Z6III
Rechts/oben: Nikon Z6III + NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S, 125 mm, 1/8000 s, f/2.8, ISO 200. Links/unten: Nikon Z6III + NIKKOR Z 50mm f/1.8 S, 50 mm, 1/5000 s, f/1.8, ISO 3200, ©Anouk Flesch
Die Nikon Z6III im Test

 

Was war dein erster Eindruck von der Nikon Z6III?

„Der schnelle Autofokus und die kurze Belichtungszeit haben mich sofort begeistert, denn sie sind perfekt, um schnelle Bewegungen mit Präzision einzufangen. Der hochauflösende elektronische Sucher und der integrierte Bildstabilisator machen es außerdem einfacher, Motive in dynamischen Umgebungen zu verfolgen. Die kompakte Größe und die Handlichkeit sind ein großer Vorteil – besonders bei Sportarten, bei denen es auf Mobilität ankommt. Insgesamt hat die Z6III meine Erwartungen übertroffen und bietet sowohl die Geschwindigkeit als auch die Zuverlässigkeit, die man für Sportfotografie braucht.“

 

Hat die Abdichtung gegen Witterungseinflüsse einen Unterschied gemacht?
„Die Abdichtung gegen Witterungseinflüsse hat definitiv einen Unterschied gemacht – vor allem wenn man die unterschiedlichen Bedingungen bedenkt, die wir hatten. In den zwei Tagen erlebten wir alles, von Nebel und feuchter Luft bis hin zu hellen, klaren Sonnenuntergängen. Dank der Widerstandsfähigkeit der Kamera konnte ich mich darauf konzentrieren, die Momente einzufangen, ohne mir Gedanken über das wechselnde Wetter zu machen.“

 

Wie hat die Kamera dir geholfen, deine Vision zum Leben zu erwecken?

„Die Nikon Z6III hat mir mit dem schnellen Autofokus und den kurzen Belichtungszeiten geholfen, meine Vision zum Leben zu erwecken und die für das Shooting entscheidende Action einzufangen. Die Präzision und die schnelle Reaktion der Kamera gaben mir die Flexibilität, mich an die wechselnde Umgebung anzupassen und mit verschiedenen Blickwinkeln und Kompositionen zu experimentieren. Dank der unkomplizierten Bedienung konnte ich mich auf die kreativen Aspekte konzentrieren. Sie ist ein tolles Werkzeug, um meine Ideen in aussagekräftige Bilder zu verwandeln."

 

Wem würdest du diese Kamera empfehlen?

„Ich würde die Z6III Sportfotograf:innen empfehlen, die eine leistungsstarke und dennoch kompakte Kamera suchen. Auch wenn sie nicht über die gleichen High-End-Funktionen wie die Nikon Z8 oder Z9 verfügt, ist sie dennoch eine Profikamera, die einen beeindruckenden Autofokus, Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und eine großartige Bildqualität bietet. Sie ist optimal für viele Sportarten. Im Vergleich zu den Kameras von vor ein paar Jahren ist sie ein großer Schritt nach vorn in Sachen Leistung und Flexibilität. Die Kamera ist auch eine großartige Wahl für alle, die etwas Kleineres und Handlicheres wollen, ohne dabei Abstriche bei der Leistungsfähigkeit zu machen.“

 

Was ist dein Top-Tipp, um das Beste aus der Nikon Z6III herauszuholen?

„Um das Beste aus der Nikon Z6III herauszuholen, solltet ihr das Autofokussystem und die Serienbildfunktion voll ausnutzen. Experimentiert mit verschiedenen Fokusmodi und Belichtungszeiten, um die besten Actionfotos zu machen. Vergesst nicht, sie mit einem lichtstarken Objektiv zu kombinieren, um ihr Potenzial bei wenig Licht und schnellen Bewegungen voll auszuschöpfen.“

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